Getrocknete Heilpflanzen auf Holztisch — Kamille, Malvenblüten und Kräuter für die Phytotherapie

 Naturheilpraktikerin TEN: Was bedeutet das? 

Naturheilpraktikerin und Mutter Elena Cajka / Alle Artikel → 

🗓️ Veröffentlicht: 22.03.2026 | ⏱️ Lesezeit: 6 Min 

Naturheilpraktikerin TEN. Die drei Buchstaben stehen auf meinem Diplom, auf der Rechnung für die Krankenkasse. Und doch wissen viele Eltern nicht, was sich dahinter verbirgt. Dabei ist genau das der Grund, warum ich diesen Beruf gewählt habe. Und warum er mich bis heute jeden Tag erfüllt.

Was ist TEN? Einfach erklärt

TEN steht für Traditionelle Europäische Naturheilkunde. Es ist ein eigenständiges Medizinsystem, vergleichbar mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder dem indischen Ayurveda, nur eben mit europäischen Wurzeln. Die TEN betrachtet den Menschen ganzheitlich: Körper, Geist, Seele und Lebensumstände gehören zusammen. Nicht das einzelne Symptom steht im Mittelpunkt, sondern die Frage: Warum ist dieses Symptom entstanden? Was braucht dieser Mensch, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen?

Als Naturheilpraktikerin TEN arbeite ich mit den Mitteln der Natur: Heilpflanzen, Ernährung, manuelle Therapien und ausleitende Verfahren. Mein Ziel ist es, die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers zu unterstützen. Sanft, individuell und immer als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung.

Von Hippokrates bis in die Naturheilpraxis nach Zürich

Die TEN hat ihre Wurzeln in der griechischen Antike. Hippokrates, der als Vater der Medizin gilt, war überzeugt, dass Heilung mit der Natur beginnt. Er beobachtete, wie Pflanzen, Ernährung und Lebensweise die Gesundheit beeinflussen. Dieses Wissen wurde über Jahrhunderte weiterentwickelt, von Galenos über Hildegard von Bingen bis Paracelsus. Heute ist die TEN in der Schweiz ein anerkannter Beruf mit strengen Qualitätsstandards.

In meiner Naturheilpraxis in Zürich steht eine kleine Hippokrates-Büste. Sie erinnert mich jeden Tag daran, woher dieses Wissen kommt. Und dass es für mich mehr ist als eine Methode. Es ist eine Verbindung zu meinen eigenen Wurzeln.

Mein Weg zur TEN: Warum ich diesen Beruf gewählt habe

Meine griechische Grossmutter hat mich als Kind an die Kraft der Pflanzen herangeführt. Voll kindlicher Neugier lernte ich von ihr, welche Kräuter bei welchen Beschwerden helfen. Diese Leidenschaft hat mich mein ganzes Leben begleitet.

Als ich später mein Studium zum medizinischen Beruf begann, merkte ich schnell: Mir fehlt der ganzheitliche Aspekt. Schulmedizin und Naturheilkunde sollten in meiner Vorstellung Hand in Hand gehen. Ich wollte Menschen nicht nur behandeln, sondern sie verstehen, mit all ihren Beschwerden, Ängsten und ihrer individuellen Lebenssituation.

Die Leidenschaft für Heilpflanzen und natürliche Wege war also immer da. Aber dann wurde ich Mutter. Und aus einer Leidenschaft wurde eine Berufung.

Mein jüngster Sohn kam mit dem Noonan-Syndrom zur Welt. Plötzlich stand ich selbst als Mutter im Medizin-Dschungel. Zahlreiche Fachärzte, kaum Koordination, wenig Zeit für meine Fragen. Obwohl ich medizinische Vorkenntnisse hatte, musste ich mich in viele Themen selbst einarbeiten, mit Fachleuten diskutieren und Entscheidungen verantworten, deren Tragweite mich manchmal nachts wach hielt. Vor jedem Arztgespräch bereitete ich mich akribisch vor, damit ich in der knappen Zeit auch wirklich alle Fragen stellen konnte.

Ich fühlte mich hilflos. Und ich wusste: Kein Elternteil sollte sich so fühlen müssen.

Durch meinen Sohn wurde aus dem, was immer schon in mir war, mein Beruf und meine Berufung. In der TEN fand ich das, was mir in der Schulmedizin fehlte: Zeit für den ganzen Menschen. Die Möglichkeit, Ursachen zu suchen statt nur Symptome zu behandeln. Und eine Heilkunst, die auf den gleichen europäischen Wurzeln basiert, die schon meine Grossmutter kannte, von Hippokrates bis zu den Kräutern in ihrem Garten.

Kamille im Abendlicht auf einer Wiese — Phytotherapie mit der Kraft der Natur

TEN, TCM oder Homöopathie: Was ist der Unterschied?

Eltern fragen mich oft, wie sich TEN von anderen Ansätzen unterscheidet. Hier ein kurzer Überblick:

Die TEN arbeitet mit dem europäischen Verständnis von Gesundheit und nutzt heimische Heilpflanzen, Ernährungsberatung und manuelle Therapien. Die TCM stammt aus dem chinesischen Kulturraum und arbeitet unter anderem mit Akupunktur und dem Konzept von Yin und Yang. Beide Systeme betrachten den Menschen ganzheitlich. Der grösste Unterschied liegt im kulturellen Hintergrund und den verwendeten Kräutern und Methoden.

Die Homöopathie wiederum ist eine eigenständige Methode, die mit stark verdünnten Substanzen arbeitet. Sie ist nicht dasselbe wie Naturheilkunde oder Phytotherapie, auch wenn viele das verwechseln.

In meiner Naturheilpraxis arbeite ich vor allem mit Phytotherapie, also der Pflanzenheilkunde. Sie ist eines der Herzstücke der TEN und nutzt die Wirkstoffe von Heilpflanzen in ihrer natürlichen Form. Ob Kamillentee bei Bauchschmerzen, Schwarzkümmelöl bei Allergien oder Melisse bei Einschlafproblemen. Die Phytotherapie bietet sanfte und gut erforschte Möglichkeiten, besonders für Kinder.

Warum TEN besonders für Kinder geeignet ist

Kinder reagieren oft empfindlicher auf Medikamente als Erwachsene. Gleichzeitig sprechen sie häufig sehr gut auf natürliche Ansätze an. Die TEN nimmt sich Zeit, das Kind als Ganzes zu sehen: Wie schläft es? Wie isst es? Was belastet es? Erst aus diesem Gesamtbild entsteht ein individuelles Konzept. Kein Schema, das für alle gleich ist.

Als Mutter weiss ich: Eltern wünschen sich jemanden, der zuhört. Der nicht nur das Symptom sieht, sondern das Kind dahinter. Genau das ist mein Ansatz.

Krankenkasse: Wird TEN-Behandlung bezahlt?

In der Schweiz werden Behandlungen durch eine anerkannte Naturheilpraktikerin TEN von den meisten Krankenkassen über die Zusatzversicherung für Komplementärmedizin übernommen. Ich bin beim EMR (Erfahrungs Medizisches Register), dessen Partner die Krankenkassen sind und von der Visana, sowie der EGK-Gesundheitskasse anerkannt. Ob und in welchem Umfang Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt von Ihrer individuellen Zusatzversicherung ab. Informieren Sie sich am besten vor dem ersten Termin bei Ihrem Versicherer. Ich helfe Ihnen gerne bei Fragen dazu.

Besonders bei besonderen Kindern

In meiner Naturheilpraxis begleite ich auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen, darunter Kinder mit ADHS, Noonan-Syndrom und anderen syndromalen Erkrankungen. Gerade hier kann ein ganzheitlicher, naturheilkundlicher Ansatz eine wertvolle Ergänzung zur ärztlichen Betreuung sein. Aus eigener Erfahrung als Mutter weiss ich, wie wichtig es ist, jemanden an der Seite zu haben, der beide Welten versteht.

Keine schnellen Versprechen, keine Wundermittel. Aber ein ehrlicher Blick und natürliche Wege, die sich bewährt haben.


Herzlichst, Ihre Elena
Naturheilpraktikerin TEN 
Phytotherapie für Kinder & Erwachsene

⭐⭐⭐⭐⭐ 5,0 von 5,0 Sternen 

Basierend auf 16 Google-Bewertungen
"Mit Elena hat unsere Familie eine sehr begnadete Naturheilpraktikerin gefunden. Sie ist in der Lage auf einfache und verständliche Weise die verschiedenen Zusammenhänge und Abläufe innerhalb des Körpers zu verdeutlichen, was plausibel rüberkommt und Vertrauen schafft." — Daniel G., Schweiz