Frau sitzt nachdenklich mit einer Tasse Tee am Fenster und blickt nach draussen in ruhiger heller Stimmung

Was hilft natürlich gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren? — Elena im Gespräch

Bei Hitzewallungen in den Wechseljahren haben sich Salbei und Mönchspfeffer oft bewährt: Salbei kann die Hitze lindern, Mönchspfeffer kann den Hormonhaushalt sanft unterstützen. Welche Pflanze zu Ihnen passt, ist aber bei jeder Frau anders. 
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🗓️ Veröffentlicht: 07.06.2026 | ⏱️ Lesezeit: 6 Min 

Wie ich einer Frau mit starken Hitzewallungen geholfen habe

Eine Frau in den Vierzigern kam zu mir, einen Teenager zu Hause, voll im Berufsleben. Sie musste beruflich viel reisen. Hier flog sie am Abend ab, morgens kam sie in New York an, und der Job ging sofort weiter. In diesem Leben waren die Hitzewallungen natürlich sehr, sehr störend. Vor allem nachts: Manchmal wachte sie schweissgebadet auf und musste die ganze Bettwäsche wechseln, ihre Nachtwäsche dazu.

Wir haben mit Mönchspfeffer als Urtinktur begonnen, dazu eine Urtinktur aus Salbei. Den Salbei nahm sie gezielt, wenn sie spürte: Heute wird ein stressiger Tag. Weil sie so viel unterwegs war, haben wir engmaschig beobachtet und uns oft gemeldet. Das hat ihr wirklich geholfen. Mit der Zeit haben die Hitzewallungen sie kaum noch gestört.

Was hilft schnell gegen Hitzewallungen?

Schnell lindern kann vor allem der Salbei: gezielt eingesetzt kann er die akute Hitze beruhigen. Der Mönchspfeffer wirkt langsamer. Er kann helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren, und darüber können mit der Zeit auch die Hitzewallungen ruhiger werden. Manchmal nehme ich auch Schafgarbe dazu.

Wie man eine Pflanze anwendet, hängt davon ab, wie stark die Beschwerden sind. Mal als Urtinktur, mal als Tablette oder Kapsel, und manchmal genügt schon ein Tee. Dazu schaue ich immer den ganzen Lebensstil an: Stress, Ernährung, Schlaf.

Was hilft gegen Hitzewallungen in der Nacht?

Gegen nächtliche Hitzewallungen hilft es, am Abend gezielt Salbei einzusetzen, zum Beispiel als Salbei-Tee vor einer Nacht, von der man weiss, dass sie unruhig wird. Nachts sind die Beschwerden oft am schlimmsten, weil sie den Schlaf rauben und man schweissgebadet aufwacht. Wichtig ist, den Körper zur Ruhe kommen zu lassen, statt gegen die Hitze anzukämpfen.

Warum sind die Hitzewallungen oft gar nicht das eigentliche Problem?

Bei vielen Frauen sind nicht die Hitzewallungen das eigentliche Problem, sondern die Stimmungsschwankungen, die oft viel stärker belasten.

In meiner Beratung erzählen mir die Frauen selten zuerst von den Hitzewallungen. Die nehmen sie meistens als Begleiterscheinung hin. Was sie wirklich belastet, sind die Stimmungsschwankungen.

Man darf nicht vergessen: Die Wechseljahre kommen häufig genau dann, wenn eine Frau mitten im Leben steht. Sie ist beruflich weit gekommen, sehr kompetent, die Kinder sind grösser und selbstständiger. Und dann kommen mit den Hormonen auch die grossen Fragen: Was habe ich erreicht? Was möchte ich eigentlich? Das beschäftigt viele Frauen mehr als die Hitzewallungen selbst.

Was kann man gegen die Stimmungsschwankungen tun?

Bei Stimmungsschwankungen kläre ich zuerst im Labor ab, wie es bei einer Frau wirklich aussieht, also was die Zahlen sagen, bevor ich Pflanzen oder Vitamine einsetze.

Als Erstes nehme ich diese Frauen sehr ernst. Ich bin selber eine Frau, ich kenne den Zyklus, ich komme selbst in diese Zeit. Das sind echte Sorgen, die man ernst nehmen muss.

Bevor ich einfach irgendeine Pflanze gebe, will ich zuerst wissen, wie es labortechnisch aussieht. Hinter den Stimmungsschwankungen stehen grosse biochemische Veränderungen im Körper, nicht nur Gedanken. Darum machen wir oft zuerst ein Labor und schauen uns die Hormone, die Vitamine und die Nährstoffe an. Erst dann entscheiden wir, wie es weitergeht. Manchmal sind es Vitamine, manchmal Pflanzen, die den Hormonhaushalt unterstützen können, oft eine Kombination aus beidem. Über Safran als Stimmungspflanze wird gerade viel gesprochen. Er kann manchen Frauen helfen, anderen nicht. Was ich dazu in meiner Praxis sehe, lesen Sie unter Safran in den Wechseljahren. Diese ganzheitliche Begleitung gehört zu meiner Arbeit in der Frauenheilkunde mit Phytotherapie.

Frau sitzt nachdenklich mit einer Tasse Tee am Fenster und blickt nach draussen in ruhiger heller Stimmung

Ernährung und Lebensstil: was sich wirklich ändert

Die Hitzewallung ist nur ein kleines Symptom einer viel grösseren Veränderung. Wenn ich von Ernährung und Lebensstil spreche, dann geht es um genau diese Umstellung der Hormone, denn sie betrifft auch den Stoffwechsel.

Das heisst: Ich kann mich nicht mehr gleich ernähren wie früher. Vor den Wechseljahren konnte eine Frau drei Mahlzeiten und ein paar Snacks essen, Sport machen, und nichts passierte. Heute tut sie dasselbe, bewegt sich vielleicht sogar mehr, und nimmt trotzdem zu. Der Stoffwechsel ist langsamer geworden. Es geht nicht um eine komplette Umstellung, sondern um eine Anpassung.

Und beim Lebensstil: Ich muss mich nicht mehr so beweisen wie mit dreissig. Ich darf ruhig einen Schritt zurückgehen. Wenn es im Beruf nicht geht, dann wenigstens privat. Auch einmal Nein sagen. Auch sagen: Das kann mein Mann übernehmen, das können die Kinder selber. Ich muss nicht zu jeder Einladung Ja sagen, nur weil es erwartet wird. So darf man wieder zu sich selbst finden.

Worauf muss man aufpassen, und wann gehört es zur Ärztin?

Zur Ärztin gehört alles, was ich vermute, aber nicht sicher abklären kann. Zum Beispiel die Schilddrüse. Wenn ich nicht weiss, wie sie gerade arbeitet, möchte ich das abgeklärt haben. Einen ersten Hinweis geben Laborwerte, die kann ich veranlassen. Aber ein Ultraschall oder bildgebende Verfahren gehören immer in die Hände der Ärztin.

Auch bei Frauen, die wegen einer Vorerkrankung schon Medikamente nehmen, bin ich vorsichtig. Da gebe ich nicht einfach irgendeine Pflanze. Ich schaue zuerst, welcher Wirkstoff am besten passt und zu keiner Wechselwirkung mit ihren Medikamenten führt.

Und wenn ungewohnte Beschwerden dazukommen, zum Beispiel Blutungen nach den Wechseljahren oder starkes Herzklopfen, dann gehört das immer zuerst ärztlich abgeklärt.

Warum es den einen Testsieger nicht gibt

Den einen Testsieger, der gegen Hitzewallungen bei allen Frauen passt, gibt es nicht. Jede Frau hat eine andere Grundgesundheit.

Das grösste Problem sehe ich, wenn Frauen auf eigene Faust etwas nehmen, weil sie es bei einer Influencerin, in den sozialen Medien oder bei Google gefunden haben. Dort werden Mittel verallgemeinert und einzelne Pflanzen hochgelobt.

Aber jede Frau ist anders. Manche hat sogar eine Grunderkrankung. Das muss man alles berücksichtigen, bevor man zu einer Pflanze greift.

Rosenknospen-Tee in einer Glastasse mit Rosenblüten, sanftes Hausmittel bei Hitzewallungen in den Wechseljahren

Was kann ich heute Abend schon für mich tun?

Wenn es um etwas ganz Allgemeines geht, ohne dass ich die einzelne Frau vor mir habe, dann sage ich: ein entspannender Rosenknospen-Tee. Er kann die Stimmung besänftigen und das Nervensystem beruhigen. Gemischt mit ein paar Salbei-Blättern kann er zusätzlich bei den Hitzewallungen helfen.

Eine schöne Kombination für den Abend. Wenn Sie gesund sind und keine Medikamente nehmen, spricht meist nichts gegen eine Tasse. Sind Sie schwanger oder stillen Sie, haben Sie eine Grunderkrankung wie an der Schilddrüse oder nehmen Sie regelmässig Medikamente, dann besprechen Sie den Salbei am besten vorher kurz mit Ihrer Ärztin oder mit mir, denn er passt nicht für jede Frau.

Ein Wort zum Schluss

Zum Schluss möchte ich keinen schnellen Spruch geben, nach dem alles gut ist. Mir ist wichtiger, dass eine Frau spürt: Das ist der Lauf des Lebens. Es gibt immer wieder Veränderungen, und das ist eine der grössten, die wir erleben dürfen.

Wenn wir das als unsere Natur annehmen, wird vieles halb so schlimm. Zu sich selbst zurückfinden heisst nichts anderes als: Du darfst du selbst sein. Du musst kein Plakat sein, nicht so, wie es die Hochglanzmagazine oder die sozialen Medien zeigen. Eine natürliche, selbstbewusste, gesunde Frau, das genügt.

Hab keine Angst vor der Veränderung. Hab keine Angst vor den Hitzewallungen. Man kann vieles angehen, und es gehört zu deiner Natur.

Keine schnellen Versprechen, keine Wundermittel. Aber ein ehrlicher Blick und natürliche Wege, die sich bewährt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie diese Zeit nicht allein gehen möchten, schreiben Sie mir kurz über WhatsApp. In einem Kennenlerngespräch spüren wir gemeinsam, ob wir zueinander passen.

Herzlichst, Ihre Elena
Naturheilpraktikerin TEN
Phytotherapie für Kinder & Erwachsene

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„Dank ihr habe ich meine Menopause reibungslos durchgemacht. Mein Gewicht, meine hormonelle Situation ist wieder in Balance." — Patrizia N., Schweiz